HomeSitemapSearchContact

Lumberjack Update #5: Skiing / Thanksgiving in Winter Park

Hi all!

Die Finals Week ist vorüber, das hektische Campusleben beinahe einer Idylle gewichen, und draussen liegt gerade genügend Schnee, um den Campus mit einer dünnen Schneeschicht zu überdecken, die Temperaturen sind winterlich, wenn auch nicht unangenehm. Die meisten kids sind bereits aus dem Dorm ausgezogen und unterwegs nach Hause oder Richtung Mexico, San Diego oder Phoenix. Deadline für den Auszug aus Tinsley Hall ist 12/12 12:00 noon.

Nach 15 Wochen Semester, unzähligen Eindrücken und einer spannenden sowie lehrreichen Zeit—wenn auch nicht immer zwingend in studientechnischer Hinsicht—, geniesse ich es jedoch nach Hause zu kommen und viele von euch wieder zu sehen. Mein Flug von Phoenix via Frankfurt nach Zürich geht morgen, so dass ich die Güte erhalten habe, noch bis morgen um 9am in Tinsley wohnen zu drüfen. Neben Waschen und Aufräumen möchte ich euch mit diesem letzten Update im 2003 auf den neuesten Stand bringen. (Werde am 12. Januar wieder amerikanischen Boden unter den Füssen haben).

Nach Besuchen in der Wine Loft und der ersten Gallery Night in Downtown Flagstaff war in den letzten Wochen v.a. Paper schreiben und lernen angesagt. Allerdings—zumindest meistens—nicht an den Wochenenden. Mitte November geht's zum ersten Mal Paintballing. Viele von euch haben bestimmt schon davon gehört, und wohl auch, dass Treffer schmerzen können. Ganz unterbewusst habe ich meine Bomber-Weste für diesen Event angezogen, was wohl ein Fehler war. Ihr ahnt es schon, die Paintballs prallten an meinem Panzer ab, so dass ich eigentlich fast unverwundbar war. Allerdings lautete die Devise schnell einmal «all against the vest man»... und glaubt mir, beiüber zwanzig schiesswütigen Amis und internationalen Studis kam das einer Hetzjagd gleich. Die doppelte Schicht Hosen reichte nicht wirklich und die Treffer am Ellbogen werde ich auch nicht so leicht vergessen. Das «Highlight» war allerdings der gezielte, von Scotts Onkel abgefeuerte Treffer ans Kinn, der diesen Event organisiert hat. Mit seiner Präzisionswaffe (ca. $500) hatte er leichtes Spiel mich auszuschalten. Allen Treffern und Schmerzen zum trotz (es gibt zum Glück auch Regeln!) hat diese Schiessübung in camouflage-farbener Mode absolut Spass gemacht. Weitere Eindrücke (und Belege) könnt ihr wie gewohnt meinem Imagealbum entnehmen.

Der Höhepunkt seit dem letzten Update war aber sicherlich das Thanksgiving Weekend (11/25 - 11/30). Obwohl Thanksgiving eigentlich erst am Donnerstag ist, läuft an der NAU bereits am Mittwoch nichts mehr, so dass schon am Dienstagabend der grosse Aufbruch stattfindet.

Skifahren ist angesagt. Destination Winter Park, Colorado (9,000 feet / 2,750 m). Teilnehmer Jan, Kris (beides Schweden), Patrick und ich. Mit dem vom Alamo gemieteten Chevrolet Impala (Modell 2004) geht's nach dem traditionellen Del Taco-Tuesday (3 for 99 cents) kurz nach 6pm auf die I-40 West Richtung Albuquerque, NM. Wegen der fortgeschrittenen Zeit geht's nach einem kurzen Erfrischungsstopp gleich weiter auf die I-25 North via Santa Fe und Colorado Springs nach Denver. Kleine strassentechnische Anmerkung: alle Strassen mit geraden Nummern verlaufen von Ost nach West, alle ungeraden von Nord nach Süd, bei dreistelligen Interstates gilt folgendes: beginnend mit einer geraden Ziffer führt die Strasse durch oder um die Stadt, beginnend mit einer ungeraden Ziffer geht's in die Stadt hinein.

Nach einer kleinen Detour in Downtown Denver sind wir auf der I-70 West unterwegs. Es beginnt zu schneien. Exit 232 zeigt Winter Park an, das noch 27 Meilen entfernt liegt. Es ist mittlerweile 6am. Der Schneefall wird stärker und die Strassen sind längst schneebedeckt. Nach vielen Kehren und Ecken ist die Passhöhe erreicht und wenig später heisst es «Welcome to Winter Park, Colorado's Favorite». Die Schneeräumungsmaschinen räumen die Parkplätze während wir uns bei McDonald's ein kleines Frühstück genehmigen. Check-in im Motel ist erst ab 2pm möglich.

Die Temperatur ist auf 0 Grad Fahrenheit (ca. -17 Grad Celsius) gefallen, dazu weht ein starker, böenartiger Wind (feels like -11° F / -24° Celsius). Im Auto ziehen wir uns um und machen uns pistenfertig. Um 8am gibt's die Ausrüstung (leider nur Performance und keine Demo Skis) und kurze Zeit später geht's mit dem Zephyr Express auf weit über 3,000 Meter. Das Skigebiet Winter Park umfasst die fünf Berge Winter Park, Mary Jane, Parsenn Bowl, Vasquez Cirque und Vasquez Ridge. Der Wind peitscht den Schnee ins Gesicht, doch das kann uns vier nicht vom ultra-leichten Colorado Powder abhalten. Die ersten Schwünge geht's die White Rabbit hinunter. Wow, einfach genial, keine Leute, keine Spuren, und ein paar Inches of Powder. Auf Pisten die da heissen Cranmer, Quick Getaway, Lonesome Whistle, Brian's Run, Sluice Box oder Mary Jane vergnügen wir uns den ganzen Tag. Das Wetter wird nicht besser—im Gegenteil! Der Eskimo Express macht seinem Namen alle Ehre! Leider sind viele der black diamond und double black diamond Pisten noch nicht offen. Vasquez Cirque;, das Skigebiet für Cracks—you'll either become a really good skier... or a really bad example—wird erst bei enügend Schnee (7 feet) geöffnet, ebenso die Parsenn Bowl und die meisten schwarzen Pisten auf Mary Jane.

Nach dem ersten US-Skitag testen wir das Apres-Ski in Winter Park Base. Draft Beer for one dollar... war ganz okay, auch wenn ich bekanntlich überhaupt nicht der Biertrinker bin. Nach dem Motel Check-in geht's gleich ab in den Indoor Jacuzzi! Unglaublich heiss, aber ebenso erholsam! Kurze Zeit später fallen wir alle total erschöpft ins Bett... schnarch, schnarch, schnarch. Am zweiten Tag haben sich die aüsseren Bedingungen leider kaum geändert, was die beiden Border Kris und Jan sowie Patrick und mich als Vertreter der Skifahrer jedoch von nichts abhält. Es ist Donnerstag und somit Thanksgiving. Für $15 gab's das klassische Menu: the turkey, the mashed potatoes, the gravy, the cranberry sauce, the mashed turnips/mustard green beans, the pumpkin pie and the bacon/ham (or random meat product).

Am dritten Tag (nein, nicht am siebten) zeigt sich die Sonne, strahlend blauer Himmel und fast schon zu warme Temperaturen, dazu noch viele Leute. Vail, Beaver Creek, Breckenridge und Copper Mountain—alles Skigebiete rund um Winter Park (amerikanische Verhältnisse)—haben keinen oder zu wenig Schnee. Da sage ich nur: optimale Wahl! Und das Wetter sollte sich auch am letzten Tag nicht ändern. Nochmals Skifahren im Überfluss bei Traumbedingungen, doch Schnee ist mittlerweile schon fast wieder Mangelware!

Am Sonntagmorgen verlassen wir Winter Park und steuern auf der I-70 West—vorbei an Vail—den Staat Utah an. Unsere beiden Schweden hinten im Auto schlafen schon wieder(!) tief und verpassen die einmalige Landschaft. Nächster Stopp: Arches National Park. Es ist später Nachmittag und nach einer eindrücklichen Fahrt auf der Scenic Route 128 durch die schneebedeckten Canyons erreichen wir den National Park. Die Zeit reicht gerade noch, um North and South Window sowie den Delicate- und den Landscape Arch zu sehen. Leider haben sich ein paar Wolken in den Himmel geschoben. Die Sonne ist untergegangen und unser Chevy Impala nimmt Kurs auf Blanding. Wenige Stunden später durchfahren wird das Monument Valley, das nur seine Silhouetten erkennen lässt, bevor in Kayenta (wieder zurück in Arizona) der Durst unseres Autos gestillt wird. Kurz nach 23 Uhr und über 1,600 Meilen erreichen wir Flagstaff und fallen nach einem fantastischen Thanksgiving Weekend überglücklich ins Bett.

Das letzte Wochende war sporthistorisch—zumindest für die NAU. Erstmals seit 40 Jahren haben die Lumberjacks (unser Football-Team) die Playoff-Quarterfinals erreicht. Überraschend haben die Jacks die klar besser eingestuften McNeese St. Cowboys (immerhin Nummer eins in ihrer Conference) klar und deutlich aus dem Rennen geschossen. Nächster Gegner im Skydome war Florida Atlantic Owls. Naja, die Vorzeichen standen diesmal nicht so gut, unser Quarterback Jason Murietta musste wohl einen schlechten Tag erwischt haben, und so erstaunt es nicht, dass die Jacks 48:25 verloren. Nichtsdestotrotz war das ganze ein Erfolgserlebnis sondergleichen, insbesondere das Game sogar auf ESPN übertragen wurde, zwar nicht nationwide aber immerhin im ganzen (Süd)Westen.

Mit diesen Eindrücken komme ich zu einem Ende, wünsche euch alles Gute, Merry Christmas and A Happy New Year und freue mich von euch zu hören.

Best wishes,
Andreas
LUMBERJACK UPDATES
First Greetings From Flag
Grand Canyon, the Jacks
Flagstaff's ABC
Vegas and Havasupai
Skiing in Winter Park
Winter Break
Sping Break and March 1
Time To Say Goodbye
The Yucatan Peninsula
Home Sweet Home Antelope Canyon
Birthday
Car: Ford Taurus 94
Downtown Flagstaff
Foosball Tournament
Grand Canyon
Halloween
Havasupai Falls
Las Vegas
Lumberjack at NAU
Lumberjack in Flagstaff
Lumberjack in Mexico
Miscellaneous
NAU
Paintball
Sedona
Spring Break
Wupatki Nat'l Monument
Winter Park